Produktinfoblätter für Finanzprodukte im Test durchgefallen

Donnerstag, 8. Juli 2010

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen nahm die Produktinformationsblätter für Finanzprodukte von zwölf verschiedenen Anbietern genauer unter die Lupe. Die getesteten Infoblätter fielen allesamt durch, weil nicht ein einziges alle für den Kunden relevanten Informationen zum genauen Vergleich unterschiedlicher Angebote enthielt.

Kunden, die auf der Suche nach attraktiven Finanzprodukten sind, sind auf ein Produktinformationsblatt angewiesen, das alle für einen genauen Vergleich relevanten Informationen (Produktdetails) enthält. Ein Test von zwölf verschiedenen Infoblättern, den der Bundesverband der Verbraucherzentralen durchführte, ergab, dass derzeit nicht ein einziger der getesteten Anbieter seinen Kunden einen vollständigen Produktinformationszettel zur Verfügung stellt. Kunden sind auf Vergleichbarkeit der Finanzprodukte angewiesen. Aber momentan wird ihnen diese sehr schwer gemacht. Bemängelt wurden im Test vor allem die unverständlichen Formulierungen und teilweise fehlende Informationen. Getestet wurden zwölf verschiedene Infoblätter von acht großen Finanzinstituten. Darunter befanden sich die Deutsche Bank, Targobank, ING DiBa und die Bausparkasse Mainz. Auch der Aufbau der Produktbeschreibungen ließ zu wünschen übrig. Kosten und Risiken der jeweiligen Geldanlage waren bei allen getesteten Beispielen erst ganz am Ende, kurz und knapp aufgeführt worden. Die großen Vorzüge der Finanzprodukte wurden allerdings ausführlich gleich am Anfang aufgelistet. Solche Details, wie die Gestaltung der Produktinformationsblätter zählen auf jeden Fall zu gutem Service dazu. Daran sollten auch die Finanzinstitute zukünftig denken.

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