Konfusion um die gesetzliche Rente

Dienstag, 24. Januar 2012

Erneute Konfusion um die gesetzliche Rente: Was steckt hinter der Ankündigung der Bundesregierung, die Renten bis zum Jahre 2025 um durchschnittlich 8 % zu kürzen? Warum ist für viele Arbeitnehmer die so unerlässliche zusätzliche private Altersvorsorge unattraktiv? Welche Alternativen sind für wen empfehlenswert?

Missverständnis um den Aufreger Rentenkürzung

Kurz gesagt: Es gibt keine Rentenkürzungen, sondern auf eine für das Jahr 2025 errechnete Durchschnittsrente geplanten nachhaltig gekürzten Zuwachs. Konkret: Statt 1.814 Euro monatlich beträgt im Jahre 2025 die so genannte Bruttostandardrente nur 1.668 Euro (heute übrigens: 1.238 Euro).

Warum so viele Altersvorsorge-Pläne vorzeitig gekündigt werden…

Ob Altersvorsorge mit Riester oder Rürup: Die Stornoquote ist nach wie vor hoch. Die verlustreiche Auflösung derartiger Verträge bedeutet stets ein Fiasko für den betreffenden Sparer. Ein Hauptgrund für die vorzeitige Kündigung ist Umfragen zufolge die unflexible Leistungsphase. Der Gesetzgeber hat die Leistungsmodalitäten eng an die Bedingungen der gesetzlichen Rente geknüpft. Das heißt beispielsweise, dass eine vollständige Kapitalisierung der Rente zum Rentenbeginn nicht gestattet und eine verfrühte (Teil-)Auszahlung zulagen- und steuerschädlich ist.

…und was man besser machen kann!

Ein Riester-Vertrag lohnt sich für Singles (Vorschlag: max. zu versteuerndes Einkommen: 30.000 Euro) und Verheiratete (Vorschlag: max. zu versteuerndes Einkommen insgesamt: 60.000 Euro) mit jeweils mindestens einem Kind von höchstens 4 Jahren. Für alle anderen ist eher ein Rürup-Vertrag ratsam, da die Steuervorteile attraktiver sind. Eigenheim-Käufern und -besitzern ist mit Blick auf die umfangreiche staatliche Förderung ein Wohnriester-Vertrag anzuraten. Vorbehaltlich einer individuellen Beratung: Auch bei den staatlich geförderten Verträgen sind etwa 30 % der Sparsumme zum Rentenbeginn als Kapital auszahlbar!

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