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Nicht erst seit der Finanzkrise 2008 gilt eine Umsatzsteuer auf Geschäfte mit Aktien, Devisen und andere Finanztransaktionen als Waffe gegen die überbordende Spekulation. Welche Hoffnungen und Gefahren verbinden sich mit einer derartigen Steuer? Was kommt möglicherweise auf Privatanleger zu?
Argumente gegen eine Finanztransaktionssteuer
Schon anlässlich der Großen Depression von 1929 hatte der bekannte amerikanische Wirtschaftswissenschaftler John Maynard Keynes eine Umsatzsteuer auf Aktiengeschäfte empfohlen, um die schon damals von der Realwirtschaft abgehobene Spekulation einzudämmen. Seitdem führen die Gegner erfolgreich folgende Argumente gegen die Einführung einer Finanztransaktionssteuer an: Die meisten angeblichen Spekulationsgeschäfte dienen der Absicherung von Unternehmensgeschäften, also der Risikobegrenzung in der realen Wirtschaft und nicht reinen Zockerabsichten. Heute kommt noch das Gegenargument der drohenden Abwanderung der Finanzgeschäfte in Steueroasen hinzu.
Gründe für eine Finanztransaktionssteuer
Die hohe überschüssige Liquidität an den Finanzmärkten verleitet, wie die Finanzkrise 2008 belegt, zu schnellen und überschäumenden Spekulationen. Vor allem neuartige Hebelinstrumente mit nicht mehr überschaubaren Wirkungen auf Zinsen, Währungs- und Aktienkurse sorgen für eine gefährliche Beeinflussung des realwirtschaftlichen Marktgleichgewichts. Deshalb soll eine allumfassende Finanztransaktionssteuer unerwünschte Spekulationsgeschäfte auf ein Minimum begrenzen. Die Einnahmen aus einer solchen Steuer sollen die Länderhaushalte konsolidieren helfen.
Mögliche Auswirkungen für Privatanleger
Sollte eine Finanztransaktionssteuer europaweit eingeführt werden, könnte dies für die Masse der Kleinanleger je nach Höhe der Steuer eine Schmälerung der Rendite zwischen 0,01 % und 0,5 % bedeuten. Andererseits würde keine aus den Fugen geratene Spekulation mehr die langfristigen Sparziele der Anleger, etwa für die Altersvorsorge, gefährden. Die Planungssicherheit wird demzufolge voraussichtlich erhöht werden.
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